Geschichte

Blasmusik hat seit dem 15. Jahrhundert große Tradition in Schwäbisch Hall. Schon im Spätmittelalter verschönerten die Stadtpfeifer Feste und Empfänge in der Reichsstadt. Aus der im 19. Jahrhundert gegründeten Kurmusik ging 1925 die eigentliche Stadt- kapelle hervor.
Nach den Wirren des Zweiten Weltkrieges schlug der Ge- meinderat 1949 die Wieder- gründung der Stadtkapelle vor. Das Amt des Stadtkapell- meisters erhielt erneut Hermann Borowitzka, der die Stelle bereits vor dem Zweiten Weltkrieg innehatte. Die Stadt- kapelle sollte neben den Kurkonzerten auf dem Unter- wöhrd bei den Freilichtspielen, beim Kinderfest und bei anderen wichtigen kulturellen Veranstaltungen mitwirken.

Kurmusik zur Jahrhundertwende
Kurmusik auf dem Unterwöhrd um die Jahrhundertwende. Links hinter den Bäumen der Musikpavillon, im Hintergrund das später abgerissene Solbad. Die "Kur und Stadtmusik" ist der direkte Vorgänger des Stadtorchesters.

1975 übernahm Georg Schima die Leitung des Orchesters. In den darauffolgenen Jahren entwickelte sich die Stadtkapelle Schwäbisch Hall zu einem auf hohem Niveau musizierenden Klangkörper. 1993 ist Georg Schima in den Ruhestand getreten. Nach einer Interimsphase unter Richard Beißer hat seit 1994 Armin Scheibeck die Leiterstelle des im Jahr 2000 in Stadtorchester Schwäbsich Hall umbenannten Orchesters inne. Mit zahlreichen Konzerten nach Finnland, Frankreich, England, Polen und Italien hat sich das Orchester auch im Ausland einen hervorragenden Ruf bewahrt.